Zu Besuch bei Züriwerk – hier wird unser MAG-Toolset zusammengestellt

Wenn bei unseren Kundinnen und Kunden eine Box mit Gesprächskarten fürs MAG 2.0 ankommt, liegt sie sauber verpackt auf dem Tisch. Was man nicht sieht: Dahinter stehen eine ganze Lieferkette und sorgfältige Handarbeit von Menschen. Unsere Beraterin Tatjana hat Züriwerk besucht – einen ganz besonderen Ort mitten in der Stadt Zürich.

Ein Ort für selbstbestimmtes Leben
In der Schweiz leben laut Bundesamt für Statistik rund 1,7 Millionen Menschen mit Behinderungen. Manche Beeinträchtigungen sieht man auf den ersten Blick, viele jedoch nicht. Orte, an denen diese Menschen arbeiten, wohnen und ihren Alltag gestalten können, sind entscheidend dafür, wie inklusiv unsere Gesellschaft tatsächlich ist.
Züriwerk ist einer dieser Orte. Die Mission: „Menschen mit Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes Leben und eine aktive, gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und der Arbeitswelt zu sichern“.

Ein Haus, in dem jede:r seinen Platz findet
An der Rezeption werde ich von Remo empfangen. Er arbeitet als Mitarbeiter mit IV im Office Management und am Empfang an der Kundenfront. Ein freundliches Lächeln, ein kurzer Austausch, und ich merke rasch: Bei Züriwerk ist es ihm ganz offensichtlich wohl.
Während ich auf Florian, den stellvertretenden Abteilungsleiter Produktion, warte, der mich durch den Betrieb führen wird, schweift mein Blick über die Theke. Dort stehen bereits viele Weihnachtskarten: farbige Sujets, sorgfältig arrangiert, kleine Grüsse in Papierform. Später erfahre ich: Jedes Jahr wählt ein Gremium konkrete Motive aus, die es auf die aktuellen Weihnachtskarten schaffen. Über das Jahr hinweg werden sie produziert und in der Weihnachtszeit verkauft.
Was Züriwerk alles leistet
Dann taucht Florian auf. Wir verlieren keine Zeit und machen uns auf den Weg Richtung Werkstatt. Unterwegs erzählt er mir mehr über die Stiftung:
Züriwerk arbeitet eng mit dem Kanton und der SVA zusammen und erfüllt verschiedene Leistungsaufträge. Dazu gehören unter anderem Arbeitsplätze in eigenen Betrieben sowie begleitete Wohnangebote. Der Arbeitsbereich ist sehr vielfältig: Druck, Verpacken und Webshop gehören ebenso dazu wie Mechanik, Montage, Gartenbau und weitere Dienstleistungen. Ganz toll finde ich die Reparaturwerkstatt für Rollkoffer: „Wenn ein Rad am Koffer kaputt ist, kann man ihn einfach vorbeibringen“, erzählt Florian. „Nach ein paar Tagen ist der Rollkoffer wieder einsatzbereit.“ Ein kleines Beispiel dafür, wie konkret und lebensnah hier gearbeitet wird.

Im Büro von Stefan: Hier kommen unsere MAG-Bestellungen an
Wir erreichen das Büro von Stefan. Er ist die Person, die bei Züriwerk unsere Bestellungen für die MAG-Toolsets entgegennimmt. Basierend auf der Bestellung füllt Stefan ein sogenanntes Laufblatt aus – das interne Auftragsformular für die Mitarbeitenden.

Das Formular enthält, was verpackt werden soll, in welcher Stückzahl, bis wann der Auftrag erledigt sein muss und wohin das Paket am Schluss geht. Ein kleines Stück Papier, das zum Dreh- und Angelpunkt des gesamten Auftrags wird. Stefan druckt das Formular aus und geht mit mir in den Arbeitsraum gleich nebenan.

Ein Blick in die Verpackungswerkstatt
Der Raum ist gross. Überall stehen Kisten, Boxen, Stapel von Materialien. Auf den Tischen liegen Umschläge, Kartons und Karten. Die knallgelben Wände lassen die Umgebung noch lebendiger wirken, als sie ohnehin schon ist. Im Hintergrund läuft das Radio, ab und zu hört man ein Gespräch im Hintergrund. Doch im Grossen und Ganzen sind die Mitarbeitenden sehr konzentriert bei der Arbeit. Stefan übergibt den Auftrag einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter, der für die physische Weiterverarbeitung zuständig ist. Bei Bedarf bietet er auch Unterstützung an. In unserem Fall ist es Marina.

„Früher gab es immer wieder grosse Aufträge, bei denen wir mehrere Zehntausend Briefe vorbereiten mussten“, erzählt mir Florian. „Das hat in den letzten Jahren leider stark abgenommen, weil vieles elektronisch verschickt wird.“ Heute seien Sendungen mit einigen Hundert oder Tausend Exemplaren üblich – etwa für Abstimmungskampagnen oder Kundenmailings. „Dennoch haben wir auch heute noch zwei bis drei Mal pro Jahr Versände mit über 20’000“, ergänzt Florian. Auch in einer digitalen Welt bleiben physische Sendungen wichtig, und gleichzeitig frage ich mich besorgt, wie mit der immer voranschreitenden Digitalisierung die Situation in 10 Jahren aussehen wird. Ich laufe mit Florian weiter und begegne Marina.

Marina und der Weg unserer MAG-Boxen
Marina ist diejenige, die heute die eingegangene Bestellung für unsere MAG-Gesprächskarten verarbeitet. Der aktuelle Auftrag umfasst die Verpackung von zwölf MAG-Boxen inklusive der sogenannten Dankeskarten.
Bei kleineren Aufträgen arbeitet Marina völlig selbständig. Heute ist die Materialbox etwas gross und schwer, deshalb bringt Stefan sie ihr an den Tisch. Auf dem Tisch liegen bereits unsere MAG-Gesprächskarten, die Metallboxen und die Karten, mit denen wir uns bei unseren Kundinnen und Kunden bedanken.

„Am Anfang brauchte ich schon ein wenig Zeit, um mir den Ablauf zu merken“, sagt Marina. „Mittlerweile habe ich das schon so oft gemacht, dass die Arbeit jetzt ganz einfach ist.“ Eine nach der anderen entsteht so eine fertig verpackte MAG-Box. Was wir im C-Factor-Office mit ein paar wenigen Zeilen per E-Mail in Auftrag gegeben haben, nimmt hier nach und nach physische Form an.

Während ich Marina beim Arbeiten zusehe, lerne ich Hanspeter kennen. Er arbeitet auf der Arbeitsstation hinter Marina und erzählt mir, dass er bereits seit 30 Jahren bei Züriwerk arbeitet. Das erstaunt mich doch sehr. Ich frage Marina, wie lange sie schon Teil des Teams ist. Nach kurzer Überlegung entgegnet sie mir: „15 Jahre“. Das bestätigt, was ich bereits vermutet habe: Bei Züriwerk zu arbeiten, macht Freude. Florian erzählt mir mehr zum Bewerbungsprozess: „Manchmal werden Mitarbeitende über die IV vermittelt, manchmal bewerben sich Interessierte direkt über unsere Webseite“. Der Bewerbungsprozess funktioniert grundsätzlich gleich wie in anderen Unternehmen – nur dass es weder Lebenslauf noch Motivationsschreiben braucht. Wer Interesse hat, darf einfach anrufen und wird zu einem Gespräch eingeladen.

Im Postausgang: Die letzte Etappe für das MAG-Toolset
Sind alle Boxen verpackt, wandern sie in diese Halle, den „Postausgang“. Über den Tag hinweg sammelt sich hier alles, was rechtzeitig aufgegeben werden muss. Am Abend kommt die Post vorbei und holt die gesamte Ware ab. Kurze Zeit später erhalten unsere Kundinnen und Kunden dann ihre MAG-Karten. «Der soziale Aspekt ist wichtig für uns», sagt Iskender Akgün, Geschäftsführer von C-Factor, zur langjährigen Zusammenarbeit mit Züriwerk. «Ebenso wichtig sind für uns aber auch die Qualität, die pünktliche Auslieferung und der Preis. Züriwerk ist ein professioneller Dienstleister, auf den man sich verlassen kann – und somit der ideale Partner für unser MAG-Toolset.»
«Der soziale Aspekt ist wichtig für uns. Ebenso wichtig sind für uns aber auch die Qualität, die pünktliche Auslieferung und der Preis. Züriwerk ist ein professioneller Dienstleister, auf den man sich verlassen kann – und somit der ideale Partner für unser MAG-Toolset.» Iskender Akgün, Geschäftsführer von C-Factor
Unsere Weihnachtsspende: Kommunikation ermöglichen
Dieses Jahr wollten wir uns für die langjährige Zusammenarbeit bedanken. Darum haben wir eine Weihnachtsspende an das Projekt „Unterstützte Kommunikation“ gemacht. Im Rahmen dieses Projekts werden Tablets mit spezieller Bildsprache-Software angeschafft. Damit können sich Mitarbeitende oder Bewohner:innen mit eingeschränkter Sprechfunktion mitteilen.
Als Kommunikationsagentur wissen wir: Kommunikation ist viel mehr als Employer Branding Values und Content Marketing. Am Ende des Tages geht es darum, Verbindung und Nähe zu schaffen. Und abseits des „Daily Business“ ist das umso wichtiger. Deshalb hat dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Dass unsere MAG-Karten an einem Ort verpackt werden, an dem genau das ermöglicht wird, erfüllt uns mit Freude.
Wenn auch Sie eine Spende an die Stiftung Züriwerk machen möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

Zu Besuch bei Züriwerk
Unsere Beraterin Tatjana besuchte Züriwerk und zeigt dir, welche Menschen und Prozesse für die zügige und qualitativ einwandfreie Verpackung der MAG 2.0-Karten verantwortlich sind. Erfahren Sie mehr über die soziale Mission von Züriwerk und warum Handarbeit hier im Mittelpunkt steht.

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